Allgemeine Geschäftsbedingungen
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Niklas Zirke, zirke‑digital (nachfolgend „Auftragnehmer“) und natürlichen oder juristischen Personen (nachfolgend „Auftraggeber“), die Dienstleistungen im Bereich Webentwicklung, Softwareentwicklung, Webdesign, Beratung und verwandte IT‑Dienstleistungen in Anspruch nehmen.
Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Auftraggebers werden nur anerkannt, wenn der Auftragnehmer ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zustimmt.
2. Vertragsgegenstand
Gegenstand des Vertrages ist die Erbringung der im jeweiligen Angebot oder Vertrag benannten Dienst- bzw. Werkleistungen (z. B. Konzeption, Gestaltung, Programmierung, Beratung). Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der schriftlichen Leistungsbeschreibung oder dem Angebot des Auftragnehmers.
Nebenabreden, Änderungen oder Ergänzungen bedürfen der Schriftform (E‑Mail ausreichend).
3. Angebot und Vertragsschluss
Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als „Festpreisangebot“ bezeichnet sind. Ein Vertrag kommt erst durch eine schriftliche Auftragsbestätigung des Auftragnehmers oder durch den Beginn der Leistungserbringung zustande.
Ein als „Festpreisangebot“ bezeichnetes Angebot ist ab dem Angebotsdatum 30 Tage bindend. Der darin genannte Preis bleibt für den im Angebot beschriebenen Leistungsumfang unverändert. Für Leistungen außerhalb dieses Umfangs (z. B. nachträgliche Änderungswünsche) wird Mehraufwand nur nach vorheriger Abstimmung berechnet.
Kostenvoranschläge sind nicht bindend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet werden.
4. Preise und Zahlungsbedingungen
Es gelten die im Angebot oder Vertrag genannten Preise. Der Auftragnehmer unterliegt der Regelbesteuerung; auf alle Preise wird die gesetzliche Umsatzsteuer in Höhe von derzeit 19 % gesondert ausgewiesen, sofern nicht ausdrücklich als Bruttopreis gekennzeichnet. Gegenüber Verbrauchern werden Endpreise inklusive der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer angegeben; die auf der Webseite genannten Preise sind Nettopreise (siehe Preisseite).
Soweit nicht anders vereinbart, sind Zahlungen innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug fällig. Bei größeren Projekten kann eine Abschlagszahlung (z. B. 50 % bei Auftragserteilung, Rest nach Abnahme) vereinbart werden.
Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Mahngebühren (2,50 € ab der zweiten Mahnung) und Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zu berechnen.
5. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
Der Auftraggeber verpflichtet sich, die zur Erbringung der Leistung erforderlichen Informationen, Daten und Materialien rechtzeitig und in einem gängigen digitalen Format bereitzustellen. Auf Verlangen des Auftragnehmers sind die Inhalte durch den Auftraggeber auf Richtigkeit und Vollständigkeit zu prüfen.
Verzögerungen oder Mehraufwände, die durch verspätete oder unvollständige Mitwirkung entstehen, gehen nicht zu Lasten des Auftragnehmers und berechtigen ihn, zusätzlichen Aufwand in Rechnung zu stellen.
6. Leistungszeit und Termine
Liefer- und Leistungsfristen werden individuell vereinbart. Sie beginnen mit dem Zugang der Auftragsbestätigung und setzen die vollständige Erfüllung der Mitwirkungspflichten voraus.
Termine gelten als Richtwerte, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet werden. Höhere Gewalt oder unvorhersehbare Ereignisse befreien den Auftragnehmer für deren Dauer von der Leistungspflicht.
7. Laufzeit und Kündigung bei Hosting- und Wartungsverträgen
Verträge über Hosting- und Wartungsleistungen (die Pakete „Basis“, „Pro“, „Premium“ und „Enterprise“ sowie vergleichbare Dauerleistungen) werden auf unbestimmte Zeit geschlossen und beginnen mit dem im Angebot oder in der Auftragsbestätigung genannten Datum.
Beide Parteien können den Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende eines Kalendermonats kündigen, sofern im Einzelfall nichts anderes vereinbart wurde. Die Kündigung bedarf der Textform (E-Mail ausreichend). Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Der Auftragnehmer kann die Preise für laufende Hosting- und Wartungsverträge mit einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen anpassen. Widerspricht der Auftraggeber der Preisanpassung nicht innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Ankündigung, gilt sie als angenommen. Der Auftraggeber wird auf sein in diesem Fall bestehendes Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Preisanpassung hingewiesen.
Nach wirksamer Beendigung des Vertrags stellt der Auftragnehmer dem Auftraggeber auf Verlangen die zuletzt gehosteten Daten in einem gängigen, maschinenlesbaren Format zur Verfügung. Nach Ablauf von 30 Tagen nach Vertragsende ist der Auftragnehmer berechtigt, die Daten endgültig zu löschen, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
8. Abnahme (bei Werkverträgen)
Bei Werkverträgen ist der Auftraggeber verpflichtet, das fertiggestellte Werk innerhalb von 14 Tagen nach Bereitstellung zu prüfen und abzunehmen, sofern keine wesentlichen Mängel vorliegen. Die Abnahme gilt als erfolgt, wenn der Auftraggeber innerhalb dieser Frist nicht schriftlich unter Angabe konkreter Mängel widerspricht oder das Werk produktiv nutzt.
9. Nutzungsrechte
Der Auftragnehmer räumt dem Auftraggeber mit vollständiger Zahlung das einfache, zeitlich und räumlich unbeschränkte Recht ein, die erstellten Werke (Quellcode, Designs, Dokumentationen) im Rahmen des Vertragszwecks zu nutzen. Eine Weitergabe an Dritte oder eine Bearbeitung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung, sofern nichts anderes vereinbart ist.
Der Auftragnehmer bleibt Eigentümer der im Projekt eingesetzten eigenen Werkzeuge, Frameworks, Bibliotheken und wiederverwendbaren Code‑Module, soweit diese nicht exklusiv für den Auftraggeber entwickelt wurden.
10. Haftung
Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Für leichte Fahrlässigkeit haftet er nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
Unberührt bleibt die unbeschränkte Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie für Schäden, die auf einer vom Auftragnehmer übernommenen Garantie beruhen. Die nachfolgende Haftungsbegrenzung gilt nur, soweit keiner dieser Fälle vorliegt.
Unbeschadet der vorstehenden Regelung ist die Haftung für Datenverlust und Schäden aus der Nutzung der erstellten Software in den Fällen einfacher Fahrlässigkeit auf die Höhe des Auftragswertes begrenzt. Der Auftraggeber ist für regelmäßige Datensicherung und die Pflege der bereitgestellten Software selbst verantwortlich.
11. Mängelrechte (Gewährleistung) und Garantien
Für Mängel der vertraglichen Leistungen gelten die gesetzlichen Vorschriften, insbesondere die Mängelrechte des Werkvertragsrechts (§§ 633 ff. BGB). Verbrauchern stehen die gesetzlichen Mängelrechte ungekürzt zu. Wir bitten alle Auftraggeber, erkennbare Mängel möglichst umgehend in Textform (E-Mail genügt) mitzuteilen, damit sie zeitnah behoben werden können.
Über die gesetzlichen Mängelrechte hinausgehende Garantien, insbesondere Haltbarkeitsgarantien im Sinne der §§ 443, 479 BGB, gewähren wir nur, wenn sie im Angebot oder Vertrag ausdrücklich als „Garantie“ bezeichnet sind. Die auf unserer Webseite genannte „Festpreis-Garantie“ ist eine Preiszusage nach Ziffer 3 und keine Garantie im Sinne dieser Vorschriften.
12. Datenschutz
Beide Parteien verpflichten sich, die gesetzlichen Datenschutzbestimmungen (insb. DSGVO und BDSG) einzuhalten. Der Auftragnehmer speichert und verarbeitet personenbezogene Daten des Auftraggebers nur im für die Vertragsdurchführung erforderlichen Umfang. Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung unter zirke-digital.de/datenschutz.
13. Widerrufsrecht für Verbraucher
Schließt ein Auftraggeber, der Verbraucher im Sinne des § 13 BGB ist, mit dem Auftragnehmer im Fernabsatz oder außerhalb von Geschäftsräumen einen Vertrag, steht ihm ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die vollständige Widerrufsbelehrung sowie das Muster-Widerrufsformular sind unter zirke-digital.de/widerrufsrecht abrufbar und werden dem Auftraggeber zusätzlich bei Vertragsschluss zur Verfügung gestellt.
Wünscht der Auftraggeber, dass mit der Leistungserbringung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, ist hierfür seine ausdrückliche Zustimmung sowie die Bestätigung seiner Kenntnis erforderlich, dass er mit vollständiger Vertragserfüllung durch den Auftragnehmer sein Widerrufsrecht verliert.
14. Geheimhaltung
Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit bekannt gewordenen vertraulichen Informationen und Geschäftsgeheimnisse für die Dauer von zwei Jahren nach Vertragsbeendigung nicht an Dritte weiterzugeben, es sei denn, die Informationen waren bereits öffentlich bekannt oder müssen aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen offengelegt werden.
15. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Gerichtsstand ist Hannover, sofern der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung wird durch eine Regelung ersetzt, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
Stand: September 2026
